Linkpopularity

Die Linkpopularity einer Webseite wird von den Suchmaschinen als wichtiges Kriterium beim Ranking eingestuft. Das Internet ist eine unvorstellbar große Ansammlung unsortierter Seiten und Dateien. Die Nutzbarkeit dieser Informationsflut wird durch Suchmaschinen ermöglicht. Der User kann seinen Suchbegriff, eine Wortkombination oder einen ganzen Satz in die Maske einer Suchmaschine eingeben und erhält per Mausklick eine Ergebnisseite. Diese listet Webseiten auf, die Antworten auf die Suchanfrage bieten. Da die meisten User sich auf die Auswahl der zu oberst angezeigten Webseiten konzentrieren, ist eigentlich jedem Anbieter im Internet daran gelegen, möglichst weit oben auf der Ergebnisseite zu landen. Das Ranking wird durch die jeweilige Suchmaschine bestimmt und soll das bestmögliche Ergebnis für den Anwender bieten.

Ein Kriterium der Suchmaschinen stellt die sogenannte Linkpopularity dar. Noch vor einigen Jahren wurde für die Feststellung der Linkpopularity lediglich die Anzahl der Links gewertet, also jene, die von einer Webseite wegführen oder auf diese verweisen (quantitative Linkpopularity). Mittlerweile gehen die Suchmaschinen andere Wege und bewerten die Linkpopularity einer Website nicht nur nach der Quantität, sondern auch nach der Qualität der Linkpopularity. Prinzipiell kann man die qualitativ und quantitativ bewertete Linkpopularity in etwa mit der Situation zweier Zahnarztpraxen in einer kleinen Gemeinde vergleichen. Ein Zugezogener will sich vielleicht erkundigen, welcher Zahnarzt die bessere Wahl ist und erkundigt sich nach der Beliebtheit (vergleichbar mit Linkpopularity). Die rein quantitative Linkpopularity würde lediglich die Anzahl der Patientenbesuche bewerten. Eine quantitative und qualitative Linkpopularity analysiert auch die Art der Besucher. Wenn zum Beispiel ein ehemaliger Zahnarzt im Ruhestand immer zu Zahnarzt A geht, so wird dieser Umstand höher eingestuft (qualitative Linkpopularity). Diese Art der Bewertung würde etwa vermeiden, dass Zahnarzt B empfohlen wird, weil er sich als populärer darstellt. Sein Trick: Er lässt allmorgendlich eine Reihe von Autos vor der Praxis parken (Vortäuschung einer quantitativen Linkpopularity). Die Linkpopularity versucht also, die Bedeutung einer Seite zu einem bestimmten Themenbereich zu erfassen. Im obigen Beispiel könnte es etwa dazu kommen, dass der eine Zahnarzt in Bezug auf eine Wurzelbehandlung empfohlen wird, während bei den übrigen Behandlungsarten der andere Zahnarzt bevorzugt werden sollte (differenzierte qualitative Linkpopularity). Diese Empfehlung ist vergleichbar mit einer ebenso differenziert analysierten Linkpopularity, die besondere Spezialitäten von Webangeboten herausfiltern kann. Die Suchmaschinen nutzen für die Messungen der Linkpopularity kleine, autonome Suchprogramme (bots), die selbständig und regelmäßig die Linkpopularity einer Webseite analysieren. Ein Beispiel für ein besonderes Bewertungssystem der Linkpopularity ist das PageRank-Modell, benannt nach einem der Mitbegründer von Google, der erfolgreichsten Suchmaschine des www. Auf Basis der Vorstellungen eines Zufalls-Users kann die Linkpopularity berechnet und einem Punktesystem von eins bis zehn zugeordnet werden. Je wichtiger die Seite eingestuft wird, je höher ist auch der PageRank. Suchmaschinenoptimierte Seiten erreichen Werte von fünf bis sieben, nur wenige – darunter Wikipedia und Microsoft – liegen im oberen Drittel. Die PageRank-Note kann bei der Bewertung der Linkpopularity vererbt werden. Wird von einer hoch angesehenen Internetseite auf eine andere – etwa eine neue Website – verwiesen, so spricht dies für eine hohe Linkpopularity und wirkt sich sehr posititv auf die neue Domain aus. Die Suchmaschinen entwickeln immer empfindlichere Messprogramme, die fähig, sind die tatsächliche Bedeutung einer gemessenen Linkpopularity einzuordnen.